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Rezensionen zu "Falling"
Rezensionen zu "The Intimate Stranger"

"The Intimate Stranger"

www.sounds2move.de, November 2004, Rezensent: Nino Liotta

Ehemals eine CURE-Coverband, kommt mit "The intimate stranger" das Debüt von CURIOUS heraus. Nicht ganz losgelöst von ihren musikalischen Vorbildern, präsentieren die Bielefelder auf dem Album ausschließlich Eigenkompositionen.

Der CURE-Einfluss haftet den Songs zwar an, hält sich aber immer dezent im Hintergrund. Auf keinen Fall sollte man jetzt zu voreilig CURIOUS mangelnde Eigenständigkeit vorwerfen, denn genau das Gegenteil gibt es auf "The intimate Stranger" zu hören. Der oft gitarrenlastige Wave-Sound harmoniert sehr gut mit Sänger Ollis Gesang und hat Wiedererkennungswert. Dank der durchdachten und eingängigen Songstrukturen findet man leicht Zugang zu den neun Stücken auf der CD. Das hitverdächtige "Thought of Angels", am Anfang, lädt sofort zum weiterhören ein. Immer in Melancholie gehüllt geht es dann auch so weiter (wobei die "Melancholie" bei "Disaster" in eine wahrlich depressive Stimmung umschlägt). Trotzdem hat jeder Song seinen eigenen Charakter und hält Überraschungen bereit, z.B. den Einsatz einer Handtrommel. Am Ende angekommen, drückt man ohne es zu merken auf "Repeat". Warum? Weil es "Spaß" macht diese CD zu hören.

CURIOUS gelingt ein tolles Debüt, welches Lust auf mehr macht. Außerdem beweisen CURIOUS mit "The intimate stranger", dass sie keine CURE-Kopie sind, sondern ihren eigenen Stil gefunden haben.


Funprox review, November 2004

Curious is the name of a band that was once a Cure cover band. Nowadays they write and play their own songs. Not surprisingly their sound is still very much influenced by The Cure.

This debut album, The Intimate Stranger, is filled with romantic melancholic wave/rock songs that are in the vein of the sound of The Cure during their Disintegration period.

Even if the sound is close to that of The Cure, The Intimate Stranger is still a strong album. Curious is capable of writing good songs and creating a nice mood. These skills are most evident in tracks like the rocking 'Thought of Angels', the tranquil 'Beyond the Veil' and the poppy 'Falling'.

The Intimate Stranger is highly recommended to fans of old style wave music.


Geistzeit NRW, November 2004

Im Vergleich zum ersten Demo "Thought of Angels" klingt die Produktion wesentlich ausgereifter und sehr viel klarer, allerdings auch eine Spur härter. Trotzdem ist die Bezeichnung "Wave a la Cure" wohl am treffendsten, um einen kurzen Überblick zu bekommen. Das erste Lied "Thought of Angels" lebt von einer einfachen und unheimlich eingängigen Melodie gepaart mit Ollis charismatischer Stimme, die teilweise die Vorgeschichte der Band als Cure-Cover-Band erneut aufleben lässt.

Auch die folgenden 8 Stücke werden sehr von seiner Stimme geprägt, wobei man allerdings die Musiker im Hintergrund keinesfalls unterschätzen sollte, denn die Songs werden mit einer ordentlichen Portion an Finesse auch musikalisch bestens umgesetzt, so dass zum Beispiel die Synthie Passagen keineswegs deplatziert wirken und auch der Einsatz von Trommeln (Djembe) absolut ins Gesamtbild passt.

Der Song "Your Apology" fällt zudem durch eine zum träumen einladende Hintergrundmelodie auf, die zeitweise von eingängigen Gitarrensounds untermalt wird.

Als letztes möchte ich noch "A Thousand Sunrises" speziell erwähnen, da der Song trotz seiner Tempowechsel neben dem Opener der wohl tanzbarste Track auf dem Album ist.

Fazit: Eine CD zum hören, träumen und genießen!


Transmission Magazin, November 2004

Als Cure-Rock oder Cure-Wave könnte man die Musik von CURIOUS bezeichnen. Enthält sie doch viele der Merkmale mit denen man die Band eines gewissen Robert wieder erkennt. Das hat auch seinen Grund, die Band startete 1999 als Cover Truppe, der englischen schwer Melancholiker. Mit dem Ende des Jahres 2000 und Gigs mit THE ESCAPE und THE MISSION (!) lösten sich die Bielefelder vom Nachspiel Etikett. Seither werden nun munter eigene Ideen Umgesetzt. Vier der entstandenen Songs spielte sie 2002 für die (Demo) CD "Falling" ein. Nach zunehmenden Live Aktivitäten u.a. mit ESCAPE WITH ROMEO, SECRET DISCOVERY und MARK BURGESS (THE CHAMELEONS) und einigen Sampler Beiträgen erschien dieser Tage mit THE INTIMATE STRANGER das erste Album. Neun Songs die von leicht betrübt bis todtraurig, eher herbstliche Abschieds Gefühle aufkommen lassen, von wenige Ausnahmen abgesehen. Besonders überzeugend wird diese Stimmung mit "Disaster" und dem schier endlosen "Beyond the veil" auf den geneigten Hörer übertragen. "Disaster" erinnert mich (nur) gesanglich im Refrain an NINs "Sin" und lies mich gleich die "pretty hate machine" raus kramen. Das vielleicht fröhlichste Lied "A thousand sunrises" wurde dann auch fast ans ende des Albums verbannt... ."The silent voice" überrascht mit einem Bongo Intro und überzeugt durch den schwärmerischen Gesang und die eingängigen Keyboard Melodien, besonders im ungewöhnlich langem Zwischenteil, welcher mit seinem Wechselspiel, wie ein Song im Song wirkt. Das relativ schnelle "Thought of angels" mit dem der Reigen eröffnet wird, hält überraschende Wendungen und treibende Passagen bereit und wird durch ein erfrischendes Bass Spiel und die Tempo Wechsel des Schlagzeugs sehr lebendig. Insgesamt ist CURIOUS mit THE INTIMATE STRANGER ein üppiges Festmahl für Anhänger Schwermütiger Klänge gelungen. Interessant auch das die 6 köpfige Band zu gleichen teilen aus Männern und Frauen besteht, hat man selten.


Orkus, Oktober 2004, Rezensent: Thomas Thyssen

Schon seit längerer Zeit im Underground umtriebig ist die ostwestfälische Wave-Formation "Curious", die einst ihre Laufbahn als The Cure-Tribute-Band begann, sich dann aber auf ihre eigenen Qualitäten besann. Das Ergebnis liegt nun in Form der Debut-Scheibe "The Intimate Stranger" vor, welche beim Minimalelektronik-Label "genetic music" erscheint, das wiederum extra eine neue Label-Serie, speziell für Gitarrensounds, gestartet hat. Handwerklich sind Curious mit Sicherheit voll und ganz bei der Sache. Den Tracks merkt man die ihnen innewohnende Liebe und Detailarbeit an und Stücke wie "Thougt of Angels" haben mit Sicherheit auch das Potenzial dunkle Tanzflächen zu füllen. Etwas kurz geraten ist die Spielzeit des Albums, aber darüber kann man hinweg sehen, wenn man das ansonsten gelungene Endergebnis in Betracht zieht. Old-School-Wave-Fans, die das neue The Cure-Album nicht mögen, und dass zu Recht, werden "Curious" garantiert mehr abgewinnen können, aber nicht nur diese. Taste it!


Gothic, Oktober-November 2004, Rezensent: Oliver Baglieri

Vielleicht war es nur eine Frage der Zeit, bis Curious den Sprung in ein renomiertes Label schaffen mussten. Nun ist es soweit, weshalb es nicht verwundert, dass sich die Bielefelder Formation rund um Oliver Schlichter endlich auf einem offiziellen Silberling präsentieren kann, um uns in ihre Welt vertont-verträumter Melancholie zu entführen, welche für Kenner der Band jedoch leider auch etwas von ihrer Verspieltheit eingebüßt hat. Ist es doch ausgerechnet der in meinen Augen hitverdächtige Song "Thought of Angels", welcher hier im Vergleich zur Demo-Version (auf der CD "Falling") duch harte Gitarrenriffs ergänzt wurde und somit an weicher und liebevoller Klarheit verloren hat. Ein kleiner Schönheitsfehler, der jedoch im weiteren Verlauf der noch 8 folgenden Songs wieder ausgebügelt wird. Allen Songs voran das Stück "Eclipse", welches den wechselvollen Charakter der Formation zwischen aller sensiblem Schwermütigkeit zum Ausdruck bringt (...)


Gothic Paradise, Rezensentin: Biggy

Als ich Ende letzten Jahres das erste Mal die Demo-CD "Falling" der Bielefelder Band CURIOUS hörte, hoffte ich, dass es mit dieser Band weiter geht. Und nun ist es soweit. Das erste offizielle Debüt Album "The Intimate Stranger" ist veröffentlicht worden.

Ursprünglich als kurzlebiges THE CURE-Coverprojekt gedacht, wurde CURIOUS im April 1999 ins Leben gerufen. Bald darauf lösten sich CURIOUS von ihrem Cover-Image und folgten ihrem eigenen Stil. Nach einigen Umbesetzungen besteht die Bielefelder Band seitdem aus Olli (Vocals), Moci (Bass), Patrick (Guitars), Marco (Guitars), Suzie (Drums) und Marie (Keyboards) und spielt hauptsächlich eigene Songs, die an die guten alten 80er-Jahre Wave-Songs erinnern.

Nachdem ich den Silberling in den CD Player gepackt hatte und die ersten Klänge der insgesamt neun Titel erklangen, schwebte ich förmlich in alten Erinnerungen! Der erste Titel "Thought Of Angels" bereits bekannt von der "Falling" CD fesselt den Hörer durch seine melancholischen 80er Jahre Wave Töne in seinen Bann. Dieses musikalische Klangwerk zieht sich durch das gesamte Album und brennt sich bis zum letzten Stück "Falling", das auch bereits auf der Demo-CD veröffentlicht wurde, in die Gehörgänge ohne einen wieder loszulassen. Was soll ich noch sagen? Das Album ist einfach ein Muss für jeden, der gern melancholische und klassische Wave Musik im Stile von THE CHURCH, CLAN OF XYMOX, THE CHAMELEONS etc. hört.

Anspieltips: Thought Of Angels, Falling, Disaster

Oblivion Magazin, Rezensent: MK

Curious haben mit "The Intimate Stranger" ein in der Tat sehr intimes Album geschrieben, das uns zumindest musikalisch dann doch nicht ganz so fremd vorkommt. Ursprünglich im April 1999 als Cure-Coverband gestartet, lassen sich diese musikalischen Wurzeln auch heute noch unschwer verkennen. Doch wer diesen Sound und diese melanchlisch wehmütige Gefühl so authentisch und dabei mit soviel Stil und soviel Klasse für sich adaptiert, ohne sich und seine Identität dabei selbst aufzugeben oder zu verleugnen, dem gebührt Lob und Anerkenunng. Genau dieses Lob haben Curious sich dann auch mehr als verdient, denn "The Intimate Stranger" ist ein Album zeitloser Wave-Hymnen, die vor allem die romantische Seite betonen und gerade durch die liebevollen Arrangemnts und Instrumentierungen zum Träumen verleiten, während die zerbrechlich wirkende Stimme Ollis sich wie aus höheren Sphären leicht und unaufdringlich in das Ohr des Zuhörers einschmeichelt. Eigentlich ist "The Intimate Stranger" ja eher ein Album für die grauen und Nebel verhangenen Tage des Herbstes, wo das Laub von den Bäumen fällt und der Nieselregen und das Zwielicht der einsetzenden Dämmerung die Welt in ein bizarres Schauspiel schemenhafter Konturen verwandeln, doch warum mit dem Kauf dieser wunderschönen Albums warten, bis uns das sentimentale Gefühl des Herbstes übermannt, wenn die Musik doch einfach zeitlos schön ist?
9/10
MK


Amboss Magazin, Rezensent: Andreas

Die Ostwestfalen starteten ihre Karriere als Cure-Coverprojekt. Das ist nun fünf Jahre her und es ist viel passiert. Die Band hat sich Schritt um Schritt von einem übergroßen Schatten gelöst und eine eigene Identität im guten alten, 80er inspirierten Gitarren Wave gefunden. Zwar sind The Cure immer noch präsent (Bass, Gesang, Key), aber sie werden nicht mehr kopiert, sondern liebevoll gehuldigt. Umhüllt von getragenen Atmosphären erzeugt man samtene Melancholie, welche sich sehr gefühlvoll an die Gehörgänge schmiegt. Sänger Olli's Stimme wird etwas hallig intoniert und besitzt diesen Trauerflor auf den Stimmbändern, welcher die bittersüßen Melodielinien in elegische Bahnen lenkt. Die Songs beherbergen trotz ihrer durchdringenden Melancholie ein gehöriges Maß an Verspieltheit und die Nostalgie wird zum Lieblingsspielzeug. Einen leichter Hang zum Pop sorgt für Eingängigkeit und erleichtert den Zugang, während der ältere Konsument bereits tagträumerisch das Früher in schwarzumrandeten Lettern vor dem geistigen Auge spazieren gehen sieht. Es ist ja immer schwierig, das Wort "Schön" in einer Rezension unterbringen, weil es etwas imaginäres, etwas sehr subjektives ausdrückt, trotzdem, diese Musik ist wunderschön. Ein Album in dem sich Fans von Cure, Clan of Xymox oder The Essence baden werden. Ob sich jüngere Semester zu diesem Bad einladen lassen, sei dahingestellt, da ihre Ohren in den 90ern in den meisten "schwarzen" Discos (Hallo PC) doch arg ramponiert wurden. (andreas)

Back Again, Rezensent: Alexander Pohle

Nach den Südhessen Cold hat nun auch CURIOUS als weitere ehemalige The Cure-Coverband ein eigenes Album mit selbst geschriebenem Material aufgenommen und auf die Hörer losgelassen. Dass das bei Genetic erscheint, überrascht zunächst ein bisschen, denn irgendwie verbindet man das Label immer mit purem Minimal-Electro-Sound, wenn man genauer hinschaut, beziehungsweise -hört, ist es aber eigentlich ein New Wave-Label, dass nur zufällig bisher hauptsächlich elektronische Sachen veröffentlicht hat. Dabei gibt es aber mit V-sor;X beispielsweise sehr guten Wave-Sound und mit Silvia sogar ein NDW-Album (wofür Rhona mich jetzt sicher verprügeln möchte...). Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass Rhona und Rainer von Genetic mit dem Begriff "(New) Wave" für ihr Label mehr anfangen können, als mit "Minimal-Electro", weil er weniger musikalisch einschränkend ist. Aber hier soll es ja um CURIOUS gehen...die Band kommt aus der Bielefelder Gegend, womit es diese Band eigentlich gar nicht geben dürfte (googelt mal nach der "Bielefeld-Lüge"...)...die Verschwörung setzt sich also fort. Das soll uns aber hier nicht weiter beschäftigen.
In welche musikalische Richtung es geht, dürfte beim Bandnamen und der Vergangenheit als Cure-Coverband von vorneherein klar sein, hier wird "gewavet", was die Verstärker hergeben und die guten alten 80er Jahre sind plötzlich wieder präsent. Für alte Säcke wie Haiko und mich ist das natürlich Balsam für die Ohren, denn der ganze heutige "Future-Pop"- und Gothic-Metal"-Dreck geht einem doch schnell auf die Nerven. Stattdessen präsentieren sich CURIOUS als richtige Band, mit Schlagzeug, Gitarren, Bass und Keyboards und natürlich dem smithigen Gesang. Das Tempo ist meist mittelschnell, die Melodien gehen sofort ins Ohr, die Stimmung ist melancholisch und die Songs klingen wie aus einem Guss, so dass es schwer ist, einzelne hervor zu heben. "The Intimate Stranger", übrigens mit einem sehr schönen Cover versehen, lässt sich einfach gut in einem Stück durchhören, wieder und wieder. Für mich klingt das Album zudem weniger nach The Cure, sondern eher nach The Essence und Sad Lovers And Giants (und nun behaupte bloß niemand, dass The Essence nur eine Cure-Kopie sind!), oder nach den leider längst vergessenen Spät80er/Früh 90er Bands Cy Shem und Screaming Fools aus Hamburg. Und dass man mit dieser Art von Gitarren-Wave mit flächigen Keyboards und zuckersüßen Melodien auch heute noch die Hörer erreichen kann, haben Whispers In The Shadow, Escape With Romeo und eben Cold bewiesen. Vielleicht hätte man bei der Produktion noch etwas mehr rausholen können, wenn man, statt es selbst zu machen, jemanden mit etwas mehr Erfahrung an die Regler gelassen hätte. Es ist doch immer von Vorteil, wenn jemand von außerhalb der Band beim Abmischen dabei ist, aber das ist wirklich nur als klitzekleiner Kritikpunkt gemeint. Bis es sich mal ergibt, die Band live zu erleben, was bestimmt sehr unterhaltsam ist, da sich jeweils drei Männlein und Weiblein auf der Bühne tummeln, wird die CD bei mir mit Sicherheit regelmäßig laufen. (A.P.)

CD-Review: Blacklight-Magazin.de by Marco Schwiers

"Was lange währt wird endlich gut." - dieses Sprichwort trifft im Hinblick auf das Debüt-Album der Bielefelder Formation Curious den Nagel auf den Kopf. Was anfangs nur als kurzlebiges "Cure-Coverprojekt" gedacht war, hat sich zu einer ernst zu nehmenden Band gemausert, die mittlerweile mit Eigenkompositionen überzeugt.
Es war im April 1999, als Olli, Patrick, Suzie, Marie und die dem ein oder anderen vielleicht schon durch Reptyle bekannte Bassistin Moci zusammen fanden, um unter den Namen Curious der Legende The CureTribut zu zollen. Nach nur zwei Monaten Probezeit fand der erste Live-Gig im Herforder Spunk statt, der der Band derartig gute Kritiken einbrachte, dass man wenig später auch im Bielefelder PC 69 und im Felsenkeller Höxter gastierte, um die Eigeninterpretationen zahlloser Cure-Klassiker auf das Volk loszulassen. Einen Winter später wurde man von Wayner Hussey als Support-Act für den Gig von The Missionin Bochum eingeladen, wo man sich, längst von einer fixen Idee zur festen Band geworden, von den Cover-Versionen verabschiedete, um sich fortan auch mit Songwriting zu beschäftigen.
Beinahe zwei Jahre lang wurde es mehr oder minder still um Curious bis sie sich im Frühjahr 2002 mit der ersten Demo-Maxi "Falling" lebendig meldeten und erneut einige Gigs, nun mit eigenen Stücken, absolvierten. Seitdem war wieder Funkstille angesagt, bis jetzt, wo man endlich das lang erwartete Debüt-Album "The Intimate Stranger" veröffentlicht. Das Werk beinhaltet insgesamt neun Titel, darunter auch die bereits von der "Falling"-MCD bekannten Tracks "Thought Of Angels" und "Falling". Ersterer eröffnet "The Intimate Stranger" und entpuppt sich schnell als ohrwurmverdächtige Wave-Rock Perle, die einen an "die guten alten Zeiten" erinnert.

"The Intimate Stranger" klingt in seiner Gesamtheit sehr nach Vergangenheit, erinnert musikalisch durchaus noch an die Anfangstage der Band, welche logischerweise vom Cure-Sound geprägt waren, und hat doch ausreichend an Eigenständigkeit gewonnen um nicht als gewollte Kopie dazustehen. Ebenso gelingt es mühelos, sich von den zahlreichen, in den letzten Jahren aufgetauchten "neuen deutschen" Underground Gothic- und Deathrock Bands wie Reptyle, Bloody Dead And Sexy oder Cadra Ash abzugrenzen. Curious klingen, obwohl irgendwie aus der selben Richtung stammend wesentlich sanfter, ruhiger, verträumter, atmosphärischer und zuweilen gar melancholischer.

"The Silent Voice" entwickelt beispielsweise beinahe hypnotisch Passagen, während "Disaster" von Beginn an keinen Hehl aus melancholischer Düsternis macht. Hier klingt Herz- und Weltschmerz ebenso echt und unplakativ wie damals zu Cure's "Pornography"- oder "Desintegration"-Zeiten. Dagegen wirkt "Your Apology" schon beinahe wieder fröhlich, bevor man in "Eclipse" wieder verstärkt auf die Tränendrüsen drückt. Zu den Highlights des Albums zählen jedoch mit Sicherheit die verträumten Titel "Beyond The Veil" und "Falling" und kaum nachdem der letzte Akkord von Zweigenanntem verklungen ist, sieht man sich nahezu gezwungen, erneut auf die "Play"-Taste zu drücken, um nicht so abrupt aus der Welt, in die man von Curious entführt wurde, gerissen zu werden. Eine Welt, in der Melancholie angenehm ist und in der trotz Traurigkeit keine Hoffnungslosigkeit herrscht.


Zillo Musikmagazin, 07/04, Rezension von M.K

Eine weitere Scheibe aus der Rubrik ("retro gothic") beschert uns dieses deutsche Sextett. Ursprünglich als Cure-Coverband gegründet, legen Curious nun mit "The Intimate Stranger" ihr erstes, offizielles Debutalbum vor. (...) Es wäre ziemlich vermessen zu behaupten die musikalischen Einflüsse der legendären Band um Robert Smith würden nicht immer noch einen großen Teil des Curious'schen Klangkosmos bestimmen. Aber sie schaffen es, den Songstrukturen ihren eigenen Touch zu geben und, viel wichtiger noch, Lieder zu schreiben, die auch Herrn Smith höchstpersönlich nicht peinlich zu sein bräuchten. So sind sämtliche neuen Stücke des Albums sehr eingängig und vermögen es, durch die vertrackten rhythmischen Strukturen auch nachhaltig zu fesseln. Es gibt schöne Gittarrenlinien, percussive Parts, die an selige "Pornography-Zeiten" zurückdenken lassen und Gesangsmelodien, die im Ohr bleiben und immer irgendwo zwischen düster und verträumt angesiedelt sind. So lässt sich abschließend nur sagen, dass Curious ihre Lehrzeit bei Meister Smith gut bekommen ist und sie ein solides Debutalbum mit Klasse auf die Beine gestellt haben. Wem die letzten Cure-Alben zu sehr in der Belanglosigkeit versumpft sind, der sollte hier sofort zugreifen. - Aber auch Fans von The Cameleons, The Church, The Psychedelic Furs, Clan Of Xymox und ähnlichen Akts können sich das Teil bedenkenlos in ihre Sammlung stellen. Gut gemacht, Jungs und Mädels.
M.K.


www.re-flexion.de, Juni 2004, Rezension von Marco Meier

Bewertung: 90%

Ursprünglich als kurzlebiges „Cure-Coverprojekt“ gedacht, wurde Curious im April 1999 ins Leben gerufen. Nach nur zwei Monaten intensiven Probens gab die Band die ersten Live-Konzerte (u.a. als Support von The Escape, Wayne Hussey und The Mission), welche grosse Erfolge waren.
Bald darauf lösten sich Curious von ihrem Cover-Image und folgten ihrem eigenen Stil. Nach einigen Umbesetzungen besteht die Bielefelder Band seitdem aus Olli (Vocals), Moci (Bass), Patrick (Guitars), Marco (Guitars), Suzie (Drums) und Marie (Keyboards) und spielt hauptsächlich eigene Songs, die man am ehesten als melancholischen Wave-Rock bezeichnen könnte. Nach dem erfolgreichen 4-Track-Demo „Falling“ erscheint in diesen Tag das erste Album „The Intimate Strange“.
Bereits nach dem ersten Hören fasziniert mich Curious durch ihre roman­tischen Wave-Rock-Klänge. Es ist nicht zu überhören, dass The Cure ein Vorbild der Band ist, denn die Stimme von Olli hat grosse Anleihen an die von Robert Smith. Curious haben ihre eigenen musikalischen Interpretationen gefunden und berühren die the-cureschen Pfade an einzelnen Punkten.
Der Opener „Thought Of Angels“ verleiht auf Anhieb eine wohligen Atmosphäre. Ein melancholischer Geist tanzte zu den rockigen Tönen von Curious. Weiter hervorheben möchte ich das sanfte und gefühlvolle „The Silent Voice“, das langsame und verträumte „Eclipse“ und das lange und abwechslungsreiche „Beyond The Veil“.
Die Kompositionen wirken ausgeklügelt und ausgereift, ebenso das harmonische Zusammenspielt der verschiedenen Instrumente, und nicht zu vergessen die charismatische Stimme von Olli, welche Curious einen unverkennbaren Wiedererkennungscharakter verleiht.
Ich kann nur hoffe, dass Curious mit dem 9-Track-Album „The Intimate Strange“ den Nerv der Zeit treffen werden und damit beachtliche Erfolge feiern können. In einer Zeit, wo die elektronischen Bands im Vormarsch sind, haben es die Wave-Rock-Bands sicher nicht einfach, dennoch ich drücke Curious fest die Daumen.

www.musik.terrorverlag.de, Juni 2004, Rezension von Sternenwirbel

Aus Bielefeld stammt die junge 6-köpfige Band CURIOUS um Sänger Olli, die mit dem Album "The Intimate Stranger" ihr Full Length Debüt gibt. Eine Formation, die auf Anhieb begeistert! Gegründet als ursprünglich kurzlebiges THE CURE-Cover-Projekt zeigen die Musiker mit dieser Scheibe, dass sie auch einiges mehr können. Ruhige Klänge leiten das Album ein und gehen dann über in den bereits von ihren Vorbildern bekannten gitarrenlastigen Sound. Gleich der erste Song "Thoughts of Angels" weiß zu überzeugen. Musik und Stimme geben ein einwandfreies Bild einer talentierten Band, was auf „mehr“ hoffen lässt und dem geneigten Hörer Neugierde auf die folgenden Tracks bereitet. Der Titelsong - ein melancholisches, ruhiges Lied - folgt auf dem Fuße. Bereits jetzt hat man den Eindruck, dass diese Scheibe durchaus ihren Weg auf die Plattenteller der schwarz angehauchten Discotheken finden könnte - der Rhythmus verleitet zum Tanzen und birgt Platz für Träumereien. Auch das folgende "Disaster" - mein persönlicher Favorit auf dieser Scheibe - schmeichelt sich sofort ins Ohr und lässt sich von dort nicht wieder vertreiben.

Bei jedem der 9 Lieder auf diesem Album handelt es sich um Eigenkompositionen, einzig der siebte Song des Silberlings - "Beyond the Veil" - ist eine „Zusammenarbeit“ von Keyboarderin Marie und dem bekannten Dichter Charles Baudelaire - sein Gedicht "Obsession" wurde in wunderbar warme Klänge verpackt. Mit dem bereits 2002 vorgestellten Song "Falling" endet das Debüt mit verträumten Sounds. Und so geht auch dieses wunderbare Album viel zu schnell vorüber, ein wirklich schöner Zeitvertreib von 46 Minuten. Es hat Spaß gemacht, mit dieser Hintergrunduntermalung eine Rezension zu verfassen. "The Intimate Stranger" macht neugierig auf zukünftige Werke der vielversprechenden Band und wird sicher seinen Weg noch mehr als einmal in meinen CD-Player finden. Live könnt ihr die Ostwestfalen demnächst beim „Undernativa-Festival“ in Hannover genießen.
Sternenwirbel (25.06.2004)


Demo-CD Falling

Music Extreme, Oktober 2003, Rezension von Frederico (Buenos Aires, Argentinien)

Sweet keyboards open this album before the drums enter along with the bass. Here we have a band whose music is really climatic with heavy use of clean guitars and keyboards. Here everything goes along the paths of dark music with incredible melodic arrangements that are the essence of Curious music. There is a heavy influence of gothic rock but the main thing here is the beauty of the compositions. Here we have five musicians that create musical passages with a lot of feeling and whose main goal is to surprise you with their melodies and their atmospheres. Olli´s vocals fit the music perfectly adding a feeling of sadness and despair to the band´s music. If I have to describe r}the band´s music I have to say some thing like "a beauty in black" or something like that because of the mix of amazingly beautiful passages and this feeling of coldness and sorrow that the music has. This is what I call a really climatic release that takes also some pop influences and mixes it into their own music. Don´t expect screams and heavy riffs here, here you have melodies, arrangements, feelings and everything with a great mix that enhances the results. A must.
Favorite tracks: The four


Zillo Musikmagazin, April 2003, Rezension von Thomas Thyssen

(...) dass der Opener "Thought of Angels" voll und ganz zu überzeugen weiß. Wer in Zeiten, wo es erfreulicherweiser wieder recht viele neue Bands im Goth- und Deathsektor gibt, dem klassischen Wave nachtrauert, der sollte sich unbedingt Curious zu Gemüte führen. Auch "Eclipse", "Rovers" und "Falling" sind von einer beeindruckend hohen songschreiberischen Qualität. (...)


Surface Magazin, Februar 2003, Rezension von AB

Selten hat mich eine Demo auf Anhieb dermaßen in den Bann gezogen, denn schon nach den ersten Klängen faszinieren Curious durch an The Cure angelehnten Romantik-Wave, der wirklich unterhaltsam und gelungen klingt. Curious bestehen schon seit 1999 und haben schon als Vorband von "Escape with Romeo" Erfahrungen gesammelt. Sicherlich mag der eine oder andere fanatische Cure-Fan die gesangliche Darbietung als Robert-Smith-Kopie ablehnen. Dennoch sei hier vorangestellt, dass sich bei den Texten und der Musik um Eigenkompositionen handelt, die sich nur anlehnen. Von den vier dargebotenen Stücken überzeugte "Eclipse" mitunter am schnellsten, aber "Thoughts of Angels" vermochte ebenso auf Anhieb eine angenehm melancholische Atmosphäre zu verbreiten. Leider hatte das mit vorliegende Exemplar einen Defekt, sodass ich die letzten beiden Songs "Rovers" und "Falling" " " " " nur begrenzt einschätzen kann (der CD Spieler begeisterte hier durch herrliche, nicht endende Dropouts). Curious, die aus Moci, Suzie, Patrick, Olli und Marie bestehen, sollten auf jeden Fall am Ball bleiben und uns mit weiteren Veröffentlichungen dieser Qualität beglücken und in Zukunft auf bessere Rohlinge zurückgreifen....
Fazit : Wer Cure mag und schon lange ähnlichen Sound gesucht hat, wird hier bestens bedient! Echter Geheimtipp und nur bei der Band direkt bestellbar ! (AB)

Gothic Paradise, Dezember 2002, Rezension von Biggy

Wie klein die Welt doch eigentlich ist fiel mir auf als ich las, dass die 5-köpfige Band aus Bielefeld kommt. Das es unmittelbar in meiner Nähe eine Gruppe Musiker gibt, die mich an die Musik aus meinen frühen Wave-Zeiten erinnert, hat mich sehr gefreut. Die Schreibweise von CURIOUS auf dem CD-Cover lässt ahnen um welche Stilrichtung es sich handeln könnte.
Ursprünglich war im April 1999 alles als CURE-Coverprojekt gedacht, und nach einigen unerwarteten Auftritten in und um Bielefeld, unter anderem als Support von THE ESCAPE, und THE MISSION und vielen positiven Reaktionen, entstand aus der Cure Coverband nach einem Mitgliederwechsel die Gruppe CURIOUS. Mit ihren hauptsächlich eigenen Stücken erinnern CURIOUS sehr an die guten alten 80er-Jahre THE CURE-Songs.
Aber CURIOUS sind keineswegs eine billige CURE Kopie, denn sie haben dennoch ihren eigenen Stil und lassen den Sound von Cure in ihren besten Zeiten, wieder aufleben.
Ihre erste veröffentlichte Maxi mit 4 eigenen Songs sind sehr ruhig und melancholisch, und lädt dazu ein, die winterlichen Abende zurückgelehnt in alten Zeiten zu schwelgen.


equinoxe-magazin, #20, Dezember 2002, Rezension von Sven W.

Die ursprünglich als Cure–Coverband gegründete Formation Curious aus Ostwestfalen besinnt sich bereits nach kurzer Zeit ihrer eigenen Qualitäten und veröffentlicht mit dieser professionell produzierten Maxi ihre ersten eigenen Songs. Dennoch bleibt der Sound der erklärten Vorbilder das Ziel, und so laden Curious den Hörer ein, mit ihnen hemmungslos in nostalgischem Eighties–Wavepop zu schwelgen. Diese vier Songs sind genau das richtige um die langen Herbstabende mit einer ordentlichen Portion Pathos zu verzieren, wehmütig den alten Zeiten nachzusinnen und gleichzeitig den fingerdick eingelagerten Staub der Jahre auf den alten Scheiben in seiner ehrwürdigen Ruhe zu belassen. Freunde der Melancholie werden verzückt sein! Info und Kontakt unter www.curious–band.de.


Amboss-Magazin, Dezember 2002, Rezension von Andreas


Weder im Namen, noch in der Musik lassen die Bielefelder Zweifel aufkommen, welche Band sie beeinflusst hat. Als Cure Cover Band gestartet, gibt es auf ihrer 4 Track CD komplett eigene Songs. Allesamt getragen von einer tiefen Melancholie zu besten „Faith“ Zeiten. Besonders das tieftraurige, sehr getragen intonierte „eclipse“ weiß zu begeistern. Die Instrumente werden derart liebevoll gespielt, dass ein umschmeichelnder, sanfter Sound entsteht. Perfekte Herbstmusik um sich fallen zu lassen. Die düstere Atmosphäre weist immer wieder kleine Pop Versatzstücke auf, ohne je in eine einfältige Melodie zu verfallen. Der balladeske Charme des Titelsongs umhüllt den Hörer mit warmer Klangkunst, welcher konträr zur kühlen Atmosphäre des Textes und Ollis hingebungsvollen Vocals steht. Tiefverwurzelt in den frühen 80ern verfällt man nie in modernen Bombast, sondern setzt die Musik fast minimalistisch in Szene. Jeder Ton scheint ein geschickt ausgewähltes Mosaik zu sein, welches durch den betörenden Gesang zu einem Bildnis der romantischen Dunkelheit wird. Kleine Holprigkeiten in der Produktion, macht die Band durch ein, für eine Eigenproduktion, sehr gelungenes Coverartwork (incl. aller Texte) weg. Eine CD, nicht nur für Fans von The Cure oder The Essence, sondern für alle nostalgischen Melancholiker.


Interview aus der Dark Obsession, Novemver 2002, Dirk Niederkleine

Eine weitere Band aus dem musikalischen Schmelztiegel Ost-Westfalen-Lippe kommt hier zu Wort. Im Jahr 2000 wurden die fünf von Altmeister Wayne Hussey geadelt, als er sie spontan als Support für einen Gig verpflichtete. Ich bin gespannt, wie die Geschichte von Curious weitergeht.

D.O.: Wie hat denn alles mit Curious angefangen?

Olli: Angefangen hat alles 1999 auf einer Party in der Weberei in Gütersloh, als Moci, Suzie und ich beschlossen, eine Cure-Coverband zu gründen. Schnell fand man den Namen "Curious" und erste Konzerte folgten im Spunk, im PC69 und im Felsenkeller. Nachdem Wayne Hussey von "The Mission" uns im Winter 2000 zu einem Konzert in Bochum einlud, beschlossen wir nun, eigene Songs im Bereich Wave zu machen. Zu diesem Zeitpunkt war Marie bereits Keyboarderin in der Band, Patrick folgte als neuer Gitarrist im Sommer 2001.

D.O.: Ihr habt jetzt Eure erste CD im Eigenvertrieb herausgebracht, die mir sehr gut gefällt. Wie lange habt Ihr daran gearbeitet?

Moci: Da wir aufgrund unserer nicht gerade überragenden finanziellen Situation alles in Eigenregie am heimischen PC bewerkstelligen mussten, zogen sich die Aufnahmen von der ersten Programmierung bis zum letzten Master über 6 Monate hin, was hauptsächlich daran lag, dass wir uns zunächst nicht besonders gut auskannten und auf die Hilfe besonders netter Bielefelder Kollegen angewiesen waren. Dazu kam, dass wir aus o. g. Gründen das Schlagzeug nicht live einspielen konnten und auf vorgefertigte Sounds zurückgreifen mussten, was sich hoffentlich bei den nächsten Aufnahmen ändern wird. Kufi sei Dank sind wir letztendlich aber sehr zufrieden.

D.O.: Wie entstehen bei Euch die Songs?

Olli: Der überwiegende Teil der Songs wurde von Marie und mir am Keyboard aufgebaut, dann den anderen bei der Probe vorgestellt. Es liegt also eine Grundmelodie vor, die von den einzelnen Bandmitgliedern ergänzt wird.

Moci: So dann und wann steuern auch die Saiteninstrumente einen Song bei.

Marie: Die Texte werden hauptsächlich von uns Damen geschrieben.

Suzie: Tja, es gab mal die berühmten letzten Worte eines Schlagzeugers, bevor er aus der Band flog: "Ich hab da mal so'n Lied geschrieben!" ... Zum Glück gilt das zumindest nicht für die Liedtexte!

Olli: Ich schaue dann, welche Texte zu welchem Song passen.

D.O.: Die Grundstimmung in den Songs ist von Melancholie geprägt. Wollt Ihr zum Nachdenken animieren?

Olli: Bei mir entstehen die Songs durch Gefallen an der Melancholie. Ich schreibe lieber über Sachen zum Nachdenken, wobei ich meine, dass ein melancholischer Song nicht unbedingt eine bedrückende Stimmung hervorrufen muss.

D.O.: Der Song "Falling" hat mich sehr berührt. Was könnt Ihr mir dazu erzählen?

Marie: Der Song stammt aus meiner Feder und ist wieder mal ziemlich melancholisch geworden. Der Song handelt von einem Menschen, der die Vergangenheit nicht loslassen kann, der nur zurück blickt und für den das Jetzt keine Bedeutung hat. Ohne einen Sinn für die Realität steigert er sich immer mehr in seine Fantasiewelt hinein, die jedoch auch nur noch aus Bruchstücken seiner Erinnerung besteht. Weder in dem was ist, noch in dem was war, wird er jemals seine Erfüllung finden.

D.O.: Verarbeitet Ihr in den Texten persönliche Erlebnisse?

Moci: Schon, meine Texte entstehen fast immer aus einer eher negativen oder nachdenklichen Stimmung heraus und sind dann zwangsläufig mit traurigen oder seltsamen Ereignissen gekoppelt. Im Endeffekt suche ich dabei nach Lösungen, die mir den Sinn der alles beherrschenden Vergänglichkeit näher bringen sollen. Passende Literatur wird dabei natürlich auch gerne zu Rate gezogen. Über positive Dinge zu schreiben finde ich weitaus schwieriger.

Suzie: Als arme Studentin kann man sich halt keinen professionellen Psychiater leisten...

Marie: Meine Texte sind eher kleine Geschichten, die von anderen Menschen erzählen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich hier und da eigene Erlebnisse und Gefühle wiederfinden.

D.O.: Wann kann man Euch wieder live erleben und was darf man dann von Euch erwarten?

Olli: Geplant sind zwei Gigs im Dezember: am 13.12.2002 in der Wohnwelt (Wunstorf) und im Spunk (Termin noch in Verhandlung). Neue Termine erfahrt Ihr auf unserer Homepage www.curious band.de, Unsere CD "Falling" kann auch hier bestellt werden. Curious-Konzerte sind eher atmosphärische Gigs, die den Zuschauer in den Bann ziehen sollen. Zu erwarten sind zur Zeit 15 Songs, die wir live präsentieren.

Suzie: Das muss man miterleben!

Moci: Sensationell!

D.O.: Letzte Worte?

Moci: Stultorum plena sunt omnia.

Suzie: Quod est demonstrandum.

Patrick: Isses vorbei?

D.O.: Danke für das Interview.

Curious: Wir haben zu danken.


Radio Mystery, Oktober 2002, Rezension von Sebastian Stockdreher

Was wird aus einer Band die erst ,,The Cure" covert und sich später dazu
endscheidet eigene Songs zu machen? Eine Band Namens ,,Curious" welche eigene Songs im Stil von The Cure vertont. Ich rede hier nicht im Sinne von ,,oh nein eine Nachmacherband"! Curious bieten mit ihrer CD ,,Falling" eine kleine Reise ins Traumland.
Der Opener ,,Thought of Angels" beeindruckt sofort und macht Lust auf weitere Songs! Viel mehr zu erzählen gibt es nun nicht. Es ist nicht The Cure, keine billige Kopie, sondern einfach nur eine Band die in ,,diesem" Stil diese Musik einfach weiterleben läßt! Das musikalische Blut kommt außerdem aus Deutschland!


Klangwald (Online-Magazin), 9/2002, Rezension von Thorsten Eurich

Mit "Falling" präsentiert uns "Curious" eine sehr gelungene Maxi-CD, die stark an die guten, alten "Cure" der 80er Jahre erinnert. Der Einfluß der ehemaligen Cure-Cover-Band ist natürlich auch heute noch stark zu hören. Die Tracks (vier an der Zahl) sind durchweg sehr harmonisch & laden allesamt zum Träumen ein. "Falling" zeigt ganz klar, daß Newcomer-Bands auf dem Vormarsch sind und sich einige bekanntere Bands mal ein Bespiel daran nehmen sollten, wie man Songs aufeinander abstimmt, ohne dass eine CD dabei langweilig wird. Daher auch eine Empfehlung und verdiente 9 von 10 Punkten für den klangwald.
klangwald wertung: 9 von 10 Punkte


Entry (Magazin für Dark Musik, Kult(ur) und Avantgarde), 8/2002

Schon bei den ersten Klängen dieser Maxi-CD habe ich mich zehn bis fünfzehn Jahre in die Vergangenheit versetzt gefühlt. Was da aus den Lautsprechern ertönte, klang nach The Cure zu ihren besten Zeiten. Was eigentlich auch nicht weiter verwundern dürfte, wurden Curious doch ursprünglich als The Cure-Coverband gegründet, bevor man sich nach diversen Umbesetzungen dazu entschloß, es auch mit eigenen Songs zu versuchen. Herausgekommen sind auf der vorliegenden CD vier melancholische Stücke, die zweifellos den Atem der Achtziger Jahre atmen und in so manchem Hörer Erinnerungen an diese Zeit wachrufen dürften. Sicherlich ist die Produktion von "Falling" noch nicht perfekt, aber es dürfte außer Frage stehen, daß Curious ihren Weg gehen und noch für reichlich Aufsehen sorgen werden, wie vor noch gar nicht so langer Zeit als Vorband von The Mission schon geschehen. Für mich persönlich einer der vielversprechensten Newcomer des Jahres.

Thorsten Kübler